Ein begehbares Steinlabyrinth ist Bestandteil des Schöpfungspfades „Dem Leben auf der Spur“. Als Symbol für den Lebensweg des Menschen lädt das Labyrinth als Station 9, „Weg zur Mitte“, zur Meditation ein. Der Weg in die Mitte ist auch ein Weg zu sich selbst. Der Weg aus der Mitte heraus führt gestärkt zurück zur aktuellen Lebenswirklichkeit, die gestaltet werden will.

Labyrinthe finden sich in fast allen Kulturen der Menschheit. Die frühesten bildlichen Zeugnisse sind bronzezeitliche Felsritzungen aus dem dritten bis zweiten Jahrtausend vor Christus.

Das Labyrinth des Schöpfungspfads befindet sich an der Leykaul auf der Dreiborner Hochfläche. Es hat die älteste bekannte, die kretische Form mit sieben Umgängen.

Ein Labyrinth ist kein Irrgarten. Es gibt nur einen Eingang, der auch gleichzeitig Ausgang ist. Der Weg führt – wenn auch mit ständigem Richtungswechsel in die Mitte. Der Weg, der nach innen führt, führt auch wieder zurück nach außen.

Im Labyrinth verliert man sich nicht.
Im Labyrinth findet man sich.
Im Labyrinth begegnet man sich selbst.
(Hermann Kern)